WETTBEWERB ORTSENTWICKLUNGSKONZEPT KREMSMÜNSTER

AUSLOBER: Marktgemeinde Kremsmünster
VERFAHREN: geladener Wettbewerb
ZEITRAUM: April/ Mai/ Juni 2020
BEPLANTE FLÄCHE: gesamte Gemeindefläche
DETAILIERTE FLÄCHE: Ortszentrum
SCHAUBILDER: Mastaplan
LEISTUNGEN: Wettbewerbsplanung

Ausgangspunkt war der Wunsch der Marktgemeinde Zukunftspotential aufzuspüren und dieses in ein neues örtliches Entwicklungskonzept einfließen zu lassen.

Analyse Maßstab 1:10 000 / Das Gemeindegebiet von Kremsmünster wird weitestgehend landwirtschaftlich genutzt. Große Vierkanthöfe prägen den ländlichen Bereich. Größere Ansiedelungen befinden sich kompakt rings um das Zentrum. Die wesentlichen Gewerbegebiete liegen Großteils verkehrstechnisch gut aufgeschlossen an den Hauptverkehrsachsen.

Da die bestehenden Strukturen von Wohnen, Gewerbe, Industrie, usw. ausreichend Möglichkeiten zur Nachverdichtung bieten ist es wichtig die Gesamtstruktur zu bewahren, eine Zersiedelung des Gemeindegebietes zu verhindern und bewusst nachzuverdichten. Auf dieser Erkenntnis baut dieses schematische Entwicklungskonzept auf.

Analyse Maßstab 1:5000 / Gerade die Areale entlang der Bahnhofstraße, der Fußballplatz oder das Nahversorgerzentrum würden zukünftigen Entwicklungen den nötigen Raum geben.

Auch die den Ort umgebenden Einfamilienhausstrukuren eignen sich für gezieltes Wachstum.

Derzeit leerstehende und für die gewerbliche Nutzung unattraktive Grundstücke entlang der B122 eigenen sich um kommunale Infrastrukturen wie Bauhof oder Feuerwehr umzusiedeln und so der Nachverdichtung im Zentrum den nötigen Anstoß und Platz zu geben.

Lücken im bestehenden Fuß- und Radwegnetz sollten zumindest entlang der Krems geschlossen werden, um hier den Mehrwert für die Naherholung zu erhöhen. Die Renaturierung der Krems die in Teilbereichen bereits erfolgt ist, sollte unbedingt fortgesetzt werden.

Analyse Maßstab 1:1000 / Da die Mobilität auch in Zukunft ein entscheidendes Thema sein wird, sehen wir die Entwicklung der Flächen zwischen Bezirksalten- und Pflegeheim, Kindergarten Kremsegg, der Krems und eben dem Bahnhof (zukünftig Bus und Bahn) als jene mit dem größten Potential.

Gleichzeitig ist diese Fläche jene mit dem größten Konfliktpotential, müssten doch viele eingesessene Betriebe abgesiedelt werden. Dies passiert natürlich nicht über Nacht, umso wichtiger ist es, hier zeitgerecht die Rahmenbedingungen zu schaffen und den Gewerbebetrieben die nötigen Anreize zu geben um eine nachhaltige und positive Entwicklung für den Ort auf den Weg zu bringen.